16.09.2025
Was tun, wenn ein Mitspieler verletzt am Boden liegt? Die C1-Junioren der SVG Pönitz haben das im Erste-Hilfe-Kurs des DRK hautnah erlebt – mit echten Übungen, neuem Wissen und viel Spaß. Unter dem Motto „Wir machen den Kaktus!“ wurde nicht nur gelernt, sondern auch gelacht. Ein starkes Signal für Sicherheit und Zusammenhalt im Jugendfußball.
Maurice Stempa, Trainer der C1-Fußballjunioren der SVG Pönitz, erzählt von einem Unfall, der sich bei einem Spiel seines Teams in der vergangenen Saison zugetragen hatte:
„Einer unserer Spieler war nach einem Zweikampf an der Seitenlinie unglücklich in die Werbebande gedonnert und dabei mit der einen Hand genau in dem Spalt zwischen zwei Platten hängengeblieben, sodass wir ihn zunächst nicht befreien konnten. Das war ziemlich heftig und hat allen Beteiligten hautnah gezeigt, wie wichtig Erste Hilfe ist.“
Glücklicherweise kommen solche Verletzungen nicht allzu häufig vor. Doch Schürfwunden, Prellungen, Verstauchungen und ähnliche Blessuren sind im Trainings- und Wettkampfbetrieb durchaus an der Tagesordnung, wie der Coach – in Personalunion auch Fußballabteilungsleiter und Jugendfußballobmann der SVG – bestätigt.
In dem ca. 1.100 Mitglieder starken Verein spielen allein rund 190 Kinder und Jugendliche in 10 Jugendteams Fußball. Die Verantwortlichen um den Jugendfußballobmann legen daher besonderen Wert darauf, dass ihre Schützlinge schon frühzeitig einen kompakten Ein- und Überblick aus erster Hand bekommen.
Kooperation KSV und DRK
Genau das ist der Ansatz für die Sportjugend im Kreissportverband Ostholstein (KSV), gemeinsam mit dem DRK Kreisverband Ostholstein den KSV-Mitgliedsvereinen kostenlose Erste-Hilfe-Kurse für Kinder und Jugendliche ab acht Jahren anzubieten, die direkt in den einzelnen Vereinen durchgeführt werden.
Daher war kürzlich DRK-Ausbilder Stefan Post mit seinem Assistenten Kjell Jaarne Daukant sowie umfangreichem Equipment im Vereinsheim der SVG Pönitz zu Gast, um 13 Nachwuchsfußballer der C1-Junioren (13–14 Jahre) in die Erste Hilfe einzuführen.
Dass es dabei nicht darum geht, Kinder und Jugendliche zu vollwertigen Ersthelfern auszubilden, liegt auf der Hand, wie Stefan Post bestätigt:
„Ich stelle ein umfangreiches Maßnahmenbündel von Notruf bis Herzdruckmassage und Defi-Einsatz vor. Dabei unterscheide ich aber selbstverständlich zwischen Maßnahmen, die Kinder und Jugendliche selbst können sollten, und solchen, von denen sie erstmal nur wissen sollten, dass es sie überhaupt gibt.“
Zum Schmunzeln ist in den Kursen trotz des ernsten Themas auch immer etwas dabei:
Heute spricht man bei der sicheren Lagerung von Bewusstlosen nicht mehr von „stabiler Seitenlage“, sondern sagt „Wir machen den Kaktus!“ – Hand auf’s Herz: Wer hätte das gewusst?
Stimmen aus dem Team
Dass der Kurs gut ankam, zeigen Aussagen wie:
Trainer Maurice Stempa und Co-Trainer Philip Döring ergänzen:
„Wir haben eine tolle Gemeinschaft in unserem Team – und das sowohl auf dem Platz als auch außerhalb. Dazu tragen auch solche Veranstaltungen abseits des Sports bei! Angebote wie das von DRK und KSV helfen uns dabei sehr.“
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